Blick auf Tablet und Computer

DilAn: Digitale Anlaufstelle

Demografischer Wandel, Digitalisierung, Klimawandel und Inklusion sind Herausforderungen, mit denen alle Menschen konfrontiert sind. Es stellt sich die Frage, wie, vor allem ältere Menschen, Menschen mit Handicap und Migrationserfahrungen, diese Herausforderungen bewältigen können. Mit unserem Projekt „DILAN – Digitale Anlaufstelle“ sollen neue Formen generationenübergreifender Unterstützung erprobt werden. Zudem sollen, insbesondere Senior*innen, Kompetenzen für das digitale Zeitalter (= digitale Souveränität) erlangen. Strukturen sollen geschaffen werden, die langfristig den Austausch fördern, Unterstützung ermöglichen und den Informationsfluss erleichtern.

Stellt der digitale Wandel vor allem für die Menschen 60+ eine Herausforderung dar, so gibt es hauptsächlich für Hochaltrige, Migranten sowie Menschen mit Behinderung besondere Schwierigkeiten in der Bewältigung des Alltags, was einen erhöhten, auf die jeweilige Person(engruppe) abgestimmten Unterstützungsbedarf bedeutet.

Mit dem Projekt DILAN soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, mit der ein(e) Kommunikationsmanager(in) einmal notwendige und/oder fehlende digitale Fertigkeiten feststellt und mit Betroffenen und Engagierten Angebote erarbeitet. Diese soll ermöglichen, Kompetenzen zu erwerben und anzuwenden, die eine gesellschaftliche Teilhabe im digitalen Zeitalter zulassen. Dabei wird jede/jeder mit seinen Fragen und seinem Wissensstand zum Umgang mit digitalen Medien wertschätzend beraten und geschult. Das kann ein Spektrum von der Einzelbetreuung durch Paten (Jugendliche aus dem Bildungszentrum Markdorf oder Seniorexpert*innen) bis hin zu Gruppenangeboten bedeuten. Zentral ist ein persönlicher Kontakt, der zum sicheren Umgang mit neuen Medien führt und Bekanntschaften, auch einen Austausch auf digitalen Plattformen, gewährleistet.

Ein zweiter Schwerpunkt der Kommunikationsmanagerin (zum leichteren Lesen wird im Weiteren die weibliche Form genützt, damit eingeschlossen sind alle Geschlechter) wird die Planung und Organisation von alltagspraktischen Unterstützungsleistungen sein. Der Kommunikationsmanager organisiert bürgerschaftlich Engagierte, die zweimal wöchentlich, zu unterschiedlichen Zeiten, als Ansprechpartner*in für vielfältige und direkte Formen der Unterstützung zur Verfügung stehen.

Die zeitliche und barrierefreie Erreichbarkeit der Anlaufstelle ermöglicht es Menschen aller Generationen, Ethnien, religiöser und sexueller Orientierung im MGH eine Anlaufstelle bei Fragen und Unterstützungsbedarf vorzufinden. Bürgerschaftlich Engagierte – vom Schüler bis zum Rentner werden vielfältige alltagspraktische Hilfen anbieten, z. B. vom Vorlesen bis zum Einkaufen.

Alltagspraktische Hilfe wird auch durch die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit modernen Technologien geleistet, z.B. Bedienen von Mobiltelefonen, Tablet und PC, Internetrecherche, Buchen von Verbindungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, von Kulturveranstaltungen, Interneteinkauf, Online Banking, das Bedienen von modernen Haushaltsgeräten.

Details, wann die Anlaufstelle startet, finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.